Stress und Gesundheit

Die biomedizinische und psychologische Stress-Forschung der letzten Jahrzehnte hat wesentlich zu der Erkenntnis beigetragen, dass Stress massiv in die Balance von Gesundheit und Vitalität eingreifen kann und die Entstehung und den Verlauf zahlreicher Erkrankungen entscheidend beeinflusst.

Wir wissen heute, dass für eine mögliche Gesundheitsgefährdung durch Stress nicht so sehr der Auslöser (Stressor) verantwortlich ist, sondern dass die individuelle, oftmals unbewusste Bewertung der Stress-Situation, die entscheidende Rolle spielt. Daher ist es nicht verwunderlich, dass Menschen individuell sehr verschieden - auf äußerlich scheinbar gleiche Belastungen wie z.B. in der Schule, am Arbeitsplatz, beim Arzt oder im Krankenhaus, in Rehabilitation und Therapie und im alltäglichen Konflikt mit Mitmenschen - mit der Ausschüttung von Stresshormonen reagieren.

Wir müssen daher von einer, in hohem Maße von der einzelnen Person abhängigen, Anfälligkeit für Stress und stressbedingten Erkrankungen ausgehen.

Die Bewertung der Stress-Situation wird vom Individuum selbst oftmals weitgehend unbewusst vorgenommen. Oder aber es findet eine, ganz bewusst vorgetragene, Verleugnung einerseits, oder starke Überbetonung der Situation andererseits statt, ein Verhalten, welches als Teil der persönlichen Bewältigungsstrategie (Coping) gegenüber der Stress-Situation verstanden werden kann.

Daher überrascht es nicht, wenn die subjektive Selbsteinschätzung der Belastungssituation erheblich von den Befunden abweichen kann, die durch eine objektive Analyse der Stresshormone oder der Messung von physiologischen Belastungsparametern gewonnen werden.

Meßverfahren

Heute stehen eine Vielzahl von Methoden und Verfahrensweisen zur Verfügung, um die endokrinen und vegetativen Reaktionen auf Belastungen erfassen zu können.

Die rasche Entwicklung der immunometrischen Verfahrenstechniken wie RIA, ELISA, IRMA etc. hat dazu geführt, dass für viele Substanzen, für den Anwender oft recht einfache Messverfahren käuflich verfügbar sind. Die hochtechnisierten instrumentellen Analysenverfahren wie die Gas-Chromatographie (GC) und die Hochleistungs-Flüssig-Chromatographie (HPLC) bilden jedoch nach wie vor das Fundament der Analytik in der modernen Forschung.

Die Vorteile von HPLC und GC gegenüber immunometrischen Verfahren liegen in der hohen Nachweissicherheit die durch den chromatographischen Trennprozess und den Einsatz verschiedener Detektionssysteme erreicht wird. So können Fehlbestimmungen mit hoher Sicherheit ausgeschlossen werden. Die Nachweisempfindlichkeit reicht, je nach Analyt und Methode, bis in den Bereich von „ femto Mol“ hinab, so dass Stresshormone und stress-korrelierte Abbauprodukte wie z.B. die oxidativen Stressmarker auch unter physiologischen Ruhebedingungen sicher nachgewiesen werden können.

Darüber hinaus zeichnen sich die chromatographischen Methoden durch hohe Flexibilität aus und können von erfahrenen Anwendern schnell an die individuellen Besonderheiten der vorliegenden Analysenaufgaben angepasst werden.

Wirtschaftlichkeit

Trotz des hohen technischen Aufwandes von chromatographischen Methoden, können durch Automatisierung und Verfahrensoptimierungen die Kosten oftmals deutlich reduziert werden, so dass sie mit denen von immunometrischen Methoden vergleichbar bleiben. Bei der Bestimmung von mehr als einem Parameter in einem Analysenlauf (z.B. für die Katecholamine: Noradrenalin, Adrenalin und Dopamin) liegen die Kosten sogar wesentlich niedriger im Vergleich zu den einzelnen immunometrischen Bestimmungen.

Seit mehr als 20 Jahren arbeite ich mit der HPLC-Nachweistechnik im Bereich der Stress-Forschung. Da ich zunächst mit Ratten als Versuchstiere gearbeitet habe und Forschungsmittel auch damals schon knapp waren, habe ich bei meinen Methodenoptimierungen besonderes Augenmerk darauf gelegt, mit möglichst wenig Probenmaterial eine hohe Nachweisempfindlichkeit zu erzielen, wobei die Methode robust und kostengünstig für den Durchsatz vieler Proben laufen sollte. Daher kann ich Ihnen heute so eine anspruchsvolle Analyse wie z. B. eine Katecholamin-Bestimmung aus 200µl Plasma mit einer Nachweisempfindlichkeit von 15pg/ml Probe für 14,80 €* anbieten.

Um die messtechnischen Vorzüge der Hochdruck-Flüssig-Chromatographie nutzen zu können, ist eine solide, praktische Erfahrung nötig. Zur Etablierung und Optimierung von Analysenverfahren ist zusätzliche Erfahrung bei der HPLC-Methodenentwicklung unumgänglich, soll sich der Zeitbedarf in Grenzen halten.

Hardegsen, im Oktober 2013

Diplom Biologe Jürgen Pilz

(* Preisangabe ohne gesetzliche Mehrwertsteuer; ab 20 Bestimmungen pro Auftrag)